Aktuelles

Erfahrungsberichte von Pfarrer Michael Hergl

Pfarrer Michael Hergl, Neffe von Alois Eichenlaub, berichtet an zwei Abenden im September von seinen Erfahrungen während seiner Peru-Rundreise im Juli 2022.
Er konnte in Peru an vielen Orten Kirche erleben: In Cajamarca, Nordperu, in der Schule und im Haus für die arbeitenden Kinder von MANTHOC, in Südperu im Bistum Caraveli mit Bischof Reinhold Nann, sowie mit ihm im Urwaldgebiet und auf den Hochanden in der Gegend des Titicacasees. Wie stellt sich die Kirche dort den großen sozialen und pastoralen Herausforderungen, welche Impulse kann uns die Weltkirche geben, was können wir voneinander partnerschaftlich lernen?
Alle Interessierten sind herzlich willkommen zu Information und Austausch an einem dieser beiden Abende:

Dienstag, 13. September 2022, 19:30 Uhr, katholisches Pfarrzentrum, Kirchenstr. 4, 67125 Dannstadt-Schauernheim
Mittwoch, 14. September 2022, 19:00 Uhr, katholisches Pfarrheim, Kesslerstr. 4, 76863 Herxheim/Südpfalz

Herzliche Einladung zur Mitgliederversammlung am 03. September 2022

Alle Mitglieder unseres Vereins und alle Interessierten möchten wir sehr herzlich zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung einladen. Sie findet am Samstag, den 03. September 2022 in Landau statt. Die Tagesordnung sowie weitere Details können Sie der offiziellen Einladung entnehmen, die Sie hier finden.

12. Juni – Welttag gegen Kinderarbeit

Bereits seit 2002 findet jedes Jahr am 12. Juni der „Welttag gegen Kinderarbeit“ statt. Initiiert wurde dieser durch die internationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen. Viele Organisationen wie zum Beispiel UNICEF nutzen diesen Tag, um auf die Ausbeutung arbeitender Kinder in der ganzen Welt aufmerksam zu machen. Ein weiteres Ziel ist auch die endgültige Abschaffung von Kinderarbeit.

Anlässlich dieses Tages stand das Austauschtreffen von ehemaligen Freiwilligen und Ex-NNATs Ende Mai unter dem Motto „Reflexionar sobre el trabajo de los niños y adolescentes en Cajamarca y en el mundo”. Alex und Vidal hatten eine Präsentation zum Thema vorbereitet. Zunächst betrachteten wir das Thema Kakaoanbau, ein Bereich, der für die Herstellung zahlreicher in Europa beliebter Produkte gebraucht und oft mit der Arbeit von Kindern in Verbindung gebracht wird.

Anschließend befassten wir uns mit der Realität der Arbeit durch Kinder und Jugendliche in Peru. Erlaubt ist die Erwerbsarbeit in Peru ab einem Alter von 14 Jahren, jedoch dürfen potenziell gefährliche oder schädliche Arbeiten nur von Personen ab 18 Jahren verrichtet werden. Der Präsentation zufolge arbeiten in Peru rund 21% aller Kinder und Jugendlichen zwischen 5 und 17 Jahren. In Cajamarca, eine der ärmsten Regionen Perus, sind es sogar 50%. Viele von ihnen sind im Landwirtschafts- und Viehzuchtbereich beschäftigt. Aber auch im Einzelhandel und Straßenverkauf sind Kinder und Jugendliche oft tätig. In ländlichen Gebieten arbeiten mehr Kinder und Jugendliche als in den Städten. Zwar ist ihre Zahl in den letzten Jahren zurückgegangen, durch die Pandemie hat sie sich jedoch wahrscheinlich wieder erhöht, da viele Familien in finanzielle Not geraten sind.

Die Mitarbeitenden von MANTHOC stellen durch die Pandemie und auch die zunehmende Kriminalisierung arbeitender Kinder eine Verlagerung der Arbeit ins Verborgene fest. So arbeiten Kinder und Jugendliche zum Beispiel vermehrt in den Familien oder im Einzelhandel statt wie zuvor auf der Straße. Manche arbeiten auch nachts oder sehr früh morgens auf dem Markt oder in Handwerksbetrieben, damit es niemand mitbekommt. Diese nicht öffentlich sichtbare Arbeit kann zu mehr Ausbeutung und Missbrauch führen.

MANTHOC kritisiert die zunehmende Kriminalisierung arbeitender Kinder und Jugendlicher durch die internationale Gemeinschaft sowie die peruanische Regierung scharf. Das Statement im Namen der arbeitenden Kinder und Jugendlichen zum „Welttag gegen Kinderarbeit“ haben wir für Sie übersetzt. Sie finden es hier.

Zum Abschluss unseres Austauschtreffens sprachen wir auch über arbeitende Kinder und Jugendliche in Deutschland. Viele von uns haben in ihrer Kindheit und Jugend auch leichte Arbeiten neben Schule und Hobbys verrichtet, um unser Taschengeld aufzubessern. Häufige Beispiele sind das Austragen von Zeitungen, Babysitting, Nachhilfe oder das Erledigen von Hilfs- und Gartenarbeiten in der Nachbarschaft. Die Arbeit von Kindern und Jugendlichen ist also kein Phänomen, das es ausschließlich im Globalen Süden gibt.

Nehmen wir den „Welttag gegen Kinderarbeit“ zum Anlass, über unsere Beziehung mit arbeitenden Kindern und Jugendlichen sowie ihre Lebensbedingungen nachzudenken. Woran denken wir, wenn wir „Kinderarbeit“ hören? Tragen wir durch unser Konsumverhalten zu ausbeuterischer Kinderarbeit im Globalen Süden bei? Welche Möglichkeiten gibt es, dass arbeitende Kinder und Jugendliche trotz der Arbeit zur Schule gehen können? Wie können wir gemeinsam die Lebensbedingungen der Kinder und Jugendlichen auf der ganzen Welt verbessern, damit sie mehr Freizeit haben?

MANTHOC hat eine klare Antwort darauf: „JA ZU MENSCHENWÜRDIGER ARBEIT, NEIN ZU AUSBEUTUNG“

Unser neuer Flyer ist da!

Hier finden Sie eine PDF-Version des aktualisierten Designs.

Wir freuen uns, wenn Sie Exemplare auslegen möchten, zum Beispiel in Ihren Pfarrbüros, Gemeinderäumen oder in Cafés und Geschäften. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail und wir schicken Ihnen die gewünschte Anzahl an Flyern zu.